28. Oktober 2015, 14 Uhr  

Vielen Dank an den Kurator Rüdiger Lange für seine Einführung in die Berliner Kunstszene und seine Führung für unsere TeilnehmerInnen durch die Ausstellung „Standard International – Post Spatial Devices #2″ im Geisberg Berlin.

Ort:  Geisberg Berlin
Ausstellungsdauer: 10.09. – 14.11. 2015
Öffnungszeiten: Mi. – Fr. 14.00 – 18.00 Uhr, Sa. 13.00 – 17.00 Uhr
Adresse: Geisberstraße 6 – 9, 10777 Berlin

Teilnehmende Künstler/innen
Thomas Lenk, Kirstin Arndt, Dieter Detzner, Rolf Julius, Craig Wood, Maria Muñoz, Jürgen Mayer H., Haleh Redjaian, Karsten Konrad, Stephanie Backes, Clemens Vogel & Mads Frandsen, Madeleine Boschan, Vanessa Henn, Ute Essig, Mathias Euwer, Bärbel Dornier

Künstlerische Leitung: Rüdiger Lange

„Die Ausstellung „Standard International – Post Spatial Devices #2“ ist eine Fortführung der bestehenden Ausstellung „Standard International – Post Spatial Surfaces #1“ in den Räumen des ehemaligen Postgebäudes in Berlin Schöneberg, gelegen zwischen Wittenbergplatz und Viktoria-Luise-Platz – dem heutigen Geisberg Berlin.
Die für die erste Schau vorwiegend mit den Mitteln der Malerei entstandenen Wand- und Bodenarbeiten wandelten die einstigen Büroräume bereits zu einem speziellen Raumerlebnis. Mit der zweiten Ausstellung greift der Kurator Rüdiger Lange diese besondere Situation auf und ordnet dem Setting skulpturale Arbeiten zu. So ergänzen Plastiken, Objekte und Installationen von 16 internationalen Künstlerinnen und Künstlern die abstrakt-geometrische Formensprache von Wänden und Böden in den neun an den Korridor angrenzenden Büroräumen im Hauptflügel des Gebäudes. Schon vor Beginn der zweiten Ausstellung erfährt das einzigartige Konzept der zweiteiligen Werkschau großen Zuspruch und stellt sich nun der gespannten Erwartungshaltung der Besucherinnen und Besucher der ersten Ausstellung „Standard International – Post Spatial Surfaces #1“.

Im zweiten Teil der Ausstellung „Post Spatial Devices #2“ werden skulpturale Arbeiten zu sehen sein, die sich formal der Tradition der geometrischen Abstraktion zuschreiben lassen. Jede Skulptur, jede Installation, jedes Objekt fordert mit seiner räumlichen Präsenz ein Betrachten aus verschiedenen Perspektiven und das Erleben von Form, Farbe und Fläche auf unterschiedliche Weise. Neben Arbeiten, die in ihrer Genese architektonische Überlegungen erahnen lassen, werden andere skulpturale Arbeiten durch Klang oder besondere Materialeigenschaften erfahrbar. Obwohl jedes Werk autonom für sich besteht, schafft ihre Gegenüberstellung mit den existierenden Wand- und Bodenarbeiten eine wesentliche Erweiterung des jeweiligen Raumes; eine Erweiterung, die bereits in der Ausstellung „Post Spatial Surfaces #1“ beispielsweise durch optische Perspektivverzerrungen oder periodischen Pattern erreicht wurde.

„Standard International – Post Spatial Devices #2″ verschränkt nicht nur verschiedenste Bereiche des Wohnens, der Kunst, der Architektur und des Interior Designs unter der Maßgabe einer alle Arbeiten vereinenden geometrisch abstrakten Formensprache, sondern setzt auch Künstlerinnen und Künstler verschiedener Nationen und Generationen in einen Dialog. Gezeigt werden unter anderem Arbeiten aus dem Nachlass von Thomas Lenk (1933-2014), der 1970 im deutschen Pavillon auf der Venedig Biennale ausstellte, und von dem als Pionier der Klangkunst bekannt gewordenen bildenden Künstler Rolf Julius (1939-2011) neben jungen aufstrebenden Künstlerinnen und Künstlern wie Maria Muñoz oder Mathias Euwer. Dies zeigt, welche Aktualität und Kontinuität die Beschäftigung mit Abstraktion als künstlerisches Mittel besitzt und belegt es exemplarisch an den ausgewählten Arbeiten der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler.“

Weitere Informationen auf der Standard International Webseite.