Besuch IMAGES RIGHTS von Paolo Cirio

Besuch IMAGES RIGHTS von Paolo Cirio

02. Oktober 2019, 16:30 Uhr

Vielen Dank an den Galeriedirektor Luca Barbeni für seine Einführung in die Galeriekonzeption und das Programm von NOME und für die Führung für unsere Teilnehmer*innen durch die Einzelausstellung Images Rights von Paolo Cirio. Der Besuch ist Teil des BAI Studioprogrammes | Kunstschule, Kunstinkubator & Artist in Residence in Berlin.

Ausstellungsdauer: 14. September – 16. November 2019 
Ort: 
NOME
Öffnungszeiten: 
Dienstag – Samstag, 14 – 18 Uhr
Adresse: 
Glogauer Str. 17, 10999 Berlin

„Cirios neue Arbeiten untersuchen verschiedene Aneignungsweisen, die die politische Ökonomie von Bildern thematisieren. Diese Kunstwerke problematisieren nicht unbedingt Urheberschaft, sondern das Eigentum, die Haftung und die soziale Verantwortung bei der Produktion und Verbreitung von Fotos im Internet. Seine Arbeiten erforschen das Bedürfnis nach Regulierung, Fairness und Ethik in der Ökonomie von Bildern in einer Zeit, in der Fotos im Internet negative soziale Werte, empörende Finanzspekulationen und Wissensmonopole antreiben.

Wie wir Bilder sehen, geht über das bloße Sichtfeld hinaus. Die Bilder in Cirios Werken sind eingeschränkt, ausgeführt und gebunden an rechtliche, finanzielle und sprachliche Mittel, die ihren Wert und ihre Bedeutung stets verändern. Cirios neue Serien Attention, Property und Derivatives untersuchen jeweils Bilder als Aufmerksamkeitsökonomie, Bilder als Kapital und Bilder als Finanzsystem.

Die Serie Attention eignet sich Fotos von Influencern an, die für umstrittene Produkte werben, ohne sie als bezahlte Werbung zu veröffentlichen. Die Kompositionen verwenden die Originalfotos sowie vergrößerte Körperteile, Ausdrücke, Posen und Produkte.

Property übernimmt die Semantik der Aneignungskunst, indem es Bilder in Kompositionen aus farbigen Formen und Texten verwandelt, die mit den Drucken der Originalfotos von der Getty-Website verschmelzen.

Derivatives besteht aus Hunderten von Bildern und Aufzeichnungen von Kunstwerken, die aus Sotheby’s-Auktionen stammen, um sie in weitere Finanzderivate umzuwandeln. Die Fotos der auf den Auktionen zum höchsten Preis verkauften Kunstwerke sind auf Leinwand gedruckt, wobei die Preise die Bilder überlagern.“ (Textauszug aus der Pressemitteilung: Courtesy NOME)

Weitere Informationen auf der NOME Webseite.

2019-11-08T19:00:47+02:00