26. August 2019, 14 – 18 Uhr

Vielen Dank an den Kurator und Kritiker Manray Hsu für seinen Vortrag Die Zukunft der Grenzen und die Arbeitsbesprechungen mit unseren Teilnehmer*innen innerhalb des Studioprogrammes am BAI | Kunstschule, Kunstinkubator & Artist in Residence in Berlin.

Dies ist meine erste öffentliche Präsentation seit ich Berlin nach 7 Jahren Aufenthalt verlassen habe und 2009 nach Taipei zurückgekehrt bin. In diesem Vortrag reflektiere ich meine Karriere als unabhängiger Kurator und wie meine kuratorischen Projekte mit meinen Erfahrungen als taiwanesischer Staatsbürger zusammenhängen, der zwischen Ländern reist, zu meinem philosophischen Engagement in Grenzfragen. Dieses Engagement steht in engem Zusammenhang mit meinem Umzug nach Berlin im Jahr 2002. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Grenzdenken aus der Politik der Mobilität, der globalen Spaltung der sozialen Klassen, der Kultur der Angst, der Geschlechterpolitik bis hin zu Umweltkatastrophen, der Grenze zwischen Menschen und Nicht-Menschen. Menschen und das historische Trauma, das der moderne Kolonialismus bei den indigenen Völkern hinterlassen hat. Ich werde meine Ausstellungen vorstellen, wie sie aus diesen Grenzfragen entstanden sind.(Text: Courtesy Manray Hsu)

Manray HSU ist ein unabhängiger Kurator und Kunstkritiker mit Sitz in Taipei. Manray ist Mitbegründer und Direktor (2010-2012) des Taipei Contemporary Art Centre und unterrichtet an Kunstakademien in Taiwan und im Ausland.

Ein Hauptaugenmerk von Manrays Arbeit liegt auf der Politik der Mobilität, unterschiedliche Formen von Grenzen und städtischen Bedingungen im Zeitalter der Globalisierung, Kapitalströme und Kunst im Zusammenhang mit Aktivismus. Zu den jüngsten Forschungsergebnissen gehören interdisziplinäre Kunstpraktiken in Bezug auf Umweltfragen, verschiedenen Arten von Interaktionen in städtischen und ländlichen Szenarien, wobei ein besonderes Interesse an der Betrachtung des Anthropozäns im Kontext der zeitgenössischen Philosophie und des antiken chinesischen Denkens besteht.

Major exhibitions include, “The Sky Is the Limit: 2000 Taipei Biennial“ (with Jerome Sans, Taipei Fine Arts Museum); “How Big Is the World?” (2001, O.K Center for Contemporary Art, Linz); Wayward Economy (2004, Main Trend Gallery, Taipei); “Wrong(ed) Attitudes: Tsui Kuangyu and Su Huiyu” (2006, Sparwasser HQ, Berlin); Naked Life (2006, MOCA Taipei); Liverpool Biennial in 2006 (with Gerardo Mosquera); “Future Relics” (2007, co-organized with Hu Fang, Documenta 12 Magazine); 2008 Taipei Biennial (with Vasif Kortun); Biennale Cuvee in 2009 (the OK Center for Contemporary Art, Linz); Forum Biennial of Taiwanese Contemporary Art in 2010 (Taipei Contemporary Art Centre); „The South: an Art of Asking and Listening“ (2017, Kaohsiung Museum of Fine Arts); „Autosrada Biennale: The Future of Borders“ (2017, Prizren, Kosovo); “Herbal Urbanism: An artistic project on cosmopolitics” (2018, Hong Gah Museum, Taipei); “When Kacalisian culture meets wth vertical city: Greater Sandimen Contemporary Art” (Feb. 2019, Sun Yat-sen Memorial Hall, Taipei; May 2019, Taiwan Aboriginal Culture Park, Pingtung).

Manray war Juror der Venedig Biennale (2001), der Istanbul Biennale (2001), des Hermes Art Award für zeitgenössische koreanische Kunst (2007), des Hugo Boss Asian Art Award (2012) etc.