Kunst & Kritik

Die internationale Frühlingsakademie des BERLIN ART INSTITUTs (23. – 26. April 2019) haben wir terminlich zu einem der wichtigsten Kunstevents Berlins platziert, dem Gallery Weekend Berlin (26. – 28. April 2019). Das Programm der Frühlingsakademie gestalten wir in Zusammenarbeit mit Künstler*innen und Theoretiker*innen. Dieses Jahr geht es um Kunst & Kritik. Neben den Vorträgen und Diskussionen und der Möglichkeit des Austausches im BAI wird es eine Tour zu ausgesuchten Galerien und Projekträumen am Eröffnungstag des Galerienwochenendes geben.

Programm

Dienstag 23. April 2018
14 Uhr: Begrüßung im BAI
15 – 18 Uhr: Wo sind wir? Und wie sind wir hierher gekommen?
Einführung ins Thema von Andreas Schlaegel, Kritiker, Kurator & Künstler

“Zeitgenössische Kunst begann als Bewegung die provozieren und herausfordern wollte“ erklärte er [Dan Gilroy], „und ist nun völlig von Big Money und Business übernommen worden. Und es ist eine Welt, die ihre Achse verloren hat. Es ist eine Welt, die mit sich selbst im Konflikt steht, was, für mich, der perfekte Ausgangspunkt für einen Film darstellt – eine Welt mit innewohnendem dramatischen Potential.” (artnet news

„Wenn ein aktueller Superstar wie Jake Gyllenhal einen Kunstkritiker in einem neuen Hollywood Blockbuster gibt, dann ist es höchste Zeit, die Rolle des Kunstkritikers inder Kunstwelt heute unter die Lupe zu nehmen., ebenso wie deren Auswirkungen auf die populäre Fantasie. Was sollte Rolle eines Kunstkritikers in einer Welt ohne Achse sein? Wie können wir überhaupt in einem kulturellen Feld agieren, wenn dieses mit sich selbst im Konflikt steht? Vielleicht hilft als Ansatz eine Kartographie dieser Welt, ihrer Geschichte, den Gefahren, der sie ausgesetzt ist und ihrem Potential, von Clement Greenberg, über die „Coffeetableization of everything“ (Matias Faldbakken) zu instagram-likes und meme-culture. Wie kommen wir hier wieder raus? Oder besser, wie kommen wir rein und bewirken Veränderung?“ (Text: Courtesy Andreas Schlaegel)

Andreas Schlaegel (*1966 in Kinshasa, DRC) ist Kritiker, Kurator und Künstler. Er lebt in Berlin. Seine Essays, Porträts oder Kritiken erscheinen seit Ende der neunziger Jahre in internationalen Kunstzeitschriften, wie Flash Art International (Mailand), Frieze d/e (Berlin/London), Billedkunst (Oslo), /100 (Berlin), Kunstkritikk (Oslo/Kopenhagen) und anderen, sowie in Publikationen des UCLA Hammer Museum, Los Angeles; MUSAC, Leon; Aspen Museum, Colorado; Schirn Kunsthalle, Frankfurt/Main; Thyssen Bornemisza Contemporary, Vienna; Kunsthalle Düsseldorf; Julia Stoschek Collection, Düsseldorf und Berlin, und vielen anderen.

Seine künstlerische Arbeit versteht Schlaegel darin, kollaborative Formate zu entwickeln, die meist zwischen Skulptur, Performance und Ausstellung pendeln. Das schliesst Kollaborationen mit anderen Künstlern mit ein, wie »Come early, avoid disappointment« mit der Gruppe Gelitin bei TBA21 in Wien und der Venedig Biennale, 2011, oder »The Art of Conversation« mit Paolo Chiasera und Matthew Antezzo, PSM Gallerie, Berlin, 2013, the »rhizome« network an der HfbK Hamburg (since 2015), oder »t=600« mit Nine Budde, Bretz/Holliger und Melou Vanggaard in der Feierhalle des Standortfriedhofs Lilienthalstraße, Berlin, 2018. Diese Praxis schließt auch Musikprojekte mit ein, wie ACO – Art Critics Orchestra (u.a. mit Raimar Stange, Oystein Aasan, Sabine Schmidt, u.a.), oder das Duo Die!Landschaft mit Manfred Peckl. Zur Zeit unterrichtet er Fototheorie und Skulptur an der HfG Offenbach und der KHB Weissensee. Dort ist er auch Gründer und Leiter des Hochschulorchesters.

Mittwoch 24. April 2019
10:30 – 12:00 Uhr: Vortrag von Louisa Elderton, Kuratorin, Herausgeberin & Autorin
12:00 – 12:30 Uhr: Mittagspause (Büfett)
12:30 – 14:00 Uhr: Workshop
14:00 – 15:00 Uhr: Zeit für künstlerischen Austausch mit den BAI DirektorInnen

Donnerstag 25. April 2019
10:30 – 12:00 Uhr: Vortrag The Futile-Worthy Pursuit of Originality von Habib William Kherbek, Autor, Kritiker & Künstler
12:00 – 12:30 Uhr: Mittagspause (Büfett)
12:30 – 14:00 Uhr: Workshop

Habib William Kherbek’s presentation will consider the status of originality in the deeply commodified yet deeply remixed digital culture of today. The presentation will discuss the complicated ontology of originality, related concepts like alterity and novelty, and will seek to integrate case studies from across artistic forms as well as methodologies of cultural creation not traditionally classified as “arts” e.g. finance. Informed by insights from philosophy, economics, critical studies and linguistics, the presentation will endeavour to be inclusive and wide-ranging, placing equal value on destabilising notions of originality as on seeking to foster new approaches to creativity. Discussions and workshops following the pre-prepared presentation will include participatory and discursive aspects. 

14:00 – 15:00 Uhr: Zeit für künstlerischen Austausch mit den BAI DirektorInnen

Freitag 26. April 2019
10:30 – 12:00 Uhr: Vortrag Against (Americanized) German Idealism: Meme Magic Factory von Mohammad Salemy, Künstler, Kritiker & Kurator
12:00 – 12:30 Uhr: Mittagspause (Büfett)
12:30 – 14:00 Uhr: Workshop

Mohammad Salemy speaks about his methodologies of writing fiction, non fiction, as well as his ambivalent content production on Facebook as a form of artistic & intellectual practice. In his hands on workshop, participants will learn of hybrid methodologies for research and production of very short fictions, status updates and memes. The participants will use these methods to produce materials that reimagine the chosen topics to push them outside of their defined and accepted boundaries using the power of words, images and memetic metaphors.

14:00 – 15:00 Uhr: Zeit für künstlerischen Austausch mit den BAI DirektorInnen
18:00 Uhr: Tour zu ausgesuchten Galerien und Projekträumen am Eröffnungstag des Gallery Weekend Berlin

Die Teilnahmegebühr beträgt 180 € pro Person (inkl. Büfett ohne Studioarbeitsplatz und Übernachtung). Für TeilnehmerInnen im BAI Studioprogramm in Block 05 oder im BAI Programm für Freundinnen und Freunde ist die Frühlingsakademie kostenfrei.

Die Teilnahmekosten sind seitens der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft umsatzsteuerbefreit gemäß § 4 Nr. 21 Buchstabe a Doppelbuchstabe bb UStG.

23. – 26. April 2019 | Internationale Frühlingsakademie

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